Geprüfter Meister für Veranstaltungstechnik (IHK)

| Kurzinformation | Tätigkeit | Arbeitsumfeld | Anforderungen | Wege zum Beruf | Meisterschule |

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Kurzinformation:

Die Basis-Berufsausbildung im Bereich der Veranstaltungstechnik ist die Fachkraft für Veranstaltungstechnik.

Den Meister für Veranstaltungstechnik gibt es seit 1997. Er wird mit einer Prüfung vor der Handwerkskammer/ der Industrie- und Handelskammer erworben.

Entsprechend den Einsatzgebieten gibt es die Fachrichtungen

  • Bühne/Studio,
  • Beleuchtung,
  • Halle

Die Meisterfortbildung kann auch absolviert werden, wenn eine Erstausbildung in einem Ausbildungsberuf aus dem Umfeld der Veranstaltungstechnik (Holz- oder Metallverarbeitung, Elekrotechnik) abgeschlossen wurde.

Wer Meister für Veranstaltungstechnik wird, erhält in vielen Bundesländern automatisch auch das staatliche Befähigungszeugnis nach VStättVO (Versammlungsstättenverordnung).

In die Fortbildung ist der Erwerb der Befähigung zur Ausbildung gemäß "Ausbildung der Ausbilder (AdA)" eingeschlossen.

Tätigkeit:

Der Meister für Veranstaltungstechnik ist qualifiziert für die Leitung von kleinen bis mittleren Organisationseinheiten. Der Veranstaltungsmeister wirkt bei der Planung und Durchführung von Veranstaltungen mit. Er überwacht den Einsatz der technischen Anlagen (Tontechnik, Lichttechnik, Aufbau von Bühnen, Zuschauerpodesten, Dekorationen etc.) und leitet die Crew der technischen Mitarbeiter.

Dabei stellt er sicher, daß die erforderlichen Maßnahmen für Arbeitsschutz, Unfallverhütung und Brandschutz eingehalten werden. Er plant den Einsatz der Mitarbeiter und die technische Konzeption so, daß termingerecht und betriebswirtschaftlich optimal gearbeitet werden kann.

 

Arbeitsumfeld: Der Veranstaltungsmeister arbeitet in der Umsetzung mit den künstlerisch bzw. redaktionell verantwortlichen Personen zusammen. Er leitet den Einsatz der Mitarbeiter im technischen Bereich.

Anforderungen:

Veranstaltungstechniker müssen ihr technisches Verständnis und Können in den Dienst der jeweiligen Veranstaltungskonzeption stellen. Teamfähigkeit, Flexibilität und Improvisationsvermögen sind dabei gefordert. Veranstaltungstechniker müssen in der Lage sein, im Dialog mit dem künstlerisch / redaktionell Verantwortlichen die technische Konzeption zu planen und umzusetzen. Dazu gehört auch Verständnis für die künstlerischen Anforderungen der Inszenierung.

Je nach Einsatzgebiet und Arbeitspensum ist nicht nur eine robuste Gesundheit, sondern auch größere körperliche Leistungsfähigkeit notwendig. Veranstaltungstechniker, die sich auf Tontechnik spezialisieren, sollten ein gutes Gehör haben; Veranstaltungstechniker, die sich verstärkt mit Licht beschäftigen, ein gutes Sehvermögen besitzen. Bei eigenen Konzeptionen ist ein hohes Maß an Abstraktionsvermögen für eine rechnergestützte Planung der Installation erforderlich.


Wege zum Beruf:

Der erste Schritt ist eine Ausbildung als Fachkraft für Veranstaltungstechnik oder in einem Beruf aus dem Umfeld der Veranstaltungstechnik (Holz, Metall, Elektrotechnik).Die Meisterprüfung wird dann vor der Industrie-und Handelskammer/ der Handwerkskammer abgelegt.

Als Ausbildung für Führungskräfte im Bereich der Veranstaltungstechnik gibt es außerdem die Ingenieurs-Studiengänge: Theater-und Veranstaltungstechnik (TFH Berlin) und Medientechnik (FH Hamburg).

Meisterschule:

Abschluß:
Meisterbrief: Geprüfter Meister für Veranstaltungstechnik (IHK)

Aufnahmevoraussetzungen:
Zur Prüfung wird zugelassen, wer

  • eine mit Erfolg abgelegte Abschlußprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf, der der Fachrichtung, in der die Prüfung abgelegt werden soll, zugeordnet werden kann, und danach eine mindestens 3-jährige, dem angestrebten Abschluß entsprechende Berufspraxis nachweist oder

  • eine mit Erfolg abgelegte Abschlußprüfung in einem sonstigen anerkannten Ausbildungsberuf und danach eine dem angestrebten Abschluß entsprechende Berufspraxis, die unter Anrechnung der in der Ausbildungsordnung für den Ausbildungsberuf vorgeschriebenen Ausbildungsdauer mindestens 8 Jahre beträgt, nachweist.

Dauer der Ausbildung:
Ca. 920 Unterrichtsstunden (gem. Rahmenstoffplan DIHT) in Blöcken. Dieses entspricht einer Dauer von ca. 9 Monaten.

Lehrgangsgebühren:
Zur Zeit fallen wie in anderen Berufen auch für die Fortbildung zum Meister Lehrgangsgebühren an. Der Fortzubildende kann aber Fördermöglichkeiten zur beruflichen Qualifizierung in Anspruch nehmen.

Ausbildungsstätte:
Die Ausbildung zum Meister für Veranstaltungstechnik für den Standort Gelsenkirchen findet an der Management Akademie Essen in Form des Blockunterrichtes statt.